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Eine aktuelle Ausstellung in Berlin erinnert an den Personenkult um Josef Stalin in der DDR und an die Opfer seiner Diktatur. Militzer & Münch transportierte dafür eine zwei Tonnen schwere bronzene Statue des sowjetischen Diktators aus der Mongolei nach Berlin.

Zu DDR-Zeiten stand in Ost-Berlin eine Statue des sowjetischen Diktators Josef Stalin – bis sie 1961 unter ungeklärten Umständen verschwand. Bis heute ist sie nicht wieder aufgetaucht. In der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar entdeckten Historiker kürzlich eine identische Bronzeplastik, die aus derselben Serie des russisch-sowjetischen Bildhauers Nikolai Tomski stammt. Bis zum Ende der Sowjetunion 1991 stand diese Stalinfigur vor der Nationalbibliothek von Ulaanbaatar, heute befindet sie sich im Besitz eines privaten Sammlers.

Die Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin stellt die Stalinfigur nun aus, um an die Rolle des Diktators in der DDR und an die Opfer seines Regimes zu erinnern. Aufgrund einer Empfehlung der Konrad-Adenauer-Stiftung beauftragte die Gedenkstätte Militzer & Münch mit dem kompletten Transport – und dieser Auftrag verlangte Millimeterarbeit vom Team.

„Bei dem Transport einer fünf Meter hohen und zwei Tonnen schweren Statue muss jeder Handgriff sitzen“, sagt Sven Wolthusen, Niederlassungsleiter bei Militzer & Münch Berlin. „Um die Figur unbeschädigt auf den Lkw zu laden, mussten wir exakte Arbeit mit dem Kran leisten. Wir haben die vollständige Verladung gefilmt. Das Material können wir als Referenz für den Rücktransport nutzen.“

Quer durch Osteuropa

Die bronzene Statue legte in 14 Tagen eine Strecke von etwa 8.000 Kilometern von Ulaanbaatar nach Berlin zurück. Sie durchquerte Russland, Weißrussland und Polen. An dem Projekt waren Militzer & Münch Mitarbeiter in Minsk, Bad Reichenhall und Berlin sowie ein Militzer & Münch Büro in der Mongolei beteiligt. „Neben den typischen Transportservices inklusive Zollmanagement war unser Team auch für das Aufstellen der Statue verantwortlich“, sagt Sven Wolthusen.

Pressetermin in Ostberlin

Als die Statue in Berlin eintraf, hat das Team von Militzer & Münch sie zunächst für einen Pressetermin dort aufgestellt, wo einst die Ostberliner Stalin-Statue stand – in der Karl-Marx-Allee, die von 1949 bis 1961 Stalinallee hieß.

„Nach dem gut besuchten Pressetermin haben wir die Statue erneut mit dem Kran auf den Lkw geladen, um sie dann nur wenige Kilometer weiter am Ausstellungsort in Berlin-Hohenschönhausen wieder aufzustellen“, sagt Sven Wolthusen. „Dort steht sie nun bis Ende Juni. Den Rücktransport nach Ulaanbaatar übernehmen wir natürlich auch.“

Die Ausstellung der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen läuft noch bis zum 30. Juni 2018.

U-Bahn Modell aus Moskau

Zu seinem 70. Geburtstag schenkten die Ostberliner Verkehrsbetriebe Josef Stalin ein detailgetreues Modell eines U-Bahnzuges der Berliner Linie U2. Das Modell bekam der Diktator jedoch nie zu Gesicht, da es Teil einer Ausstellung war, die Josef Stalin niemals besuchte. Heute steht das Modell im Polytechnischen Museum in Moskau.

Das Museum in Moskau hat das Modell für die Ausstellung der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Militzer & Münch Moskau übernimmt den gesamten Transport inklusive Handling und Zollmanagement – von Moskau nach Berlin und wieder zurück.

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